Tintenfaß
Tintenfaß ist ein Eigenverlag. Warum? Möglicherweise einfach deshalb, weil ich lieber schreibe als wie ein Bittsteller mit ungewissem Erfolg vom Verlag zu Verlag zu pilgern. Letzteres kostet nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit, und im Gegenzug winkt dem Autor nicht etwa Erfolg, sondern vor allem die Aufgabe sämtlicher Rechte an seinem Werk und eine Bezahlung, die diesen Namen kaum verdient.
Es ist interessant zu wissen, daß das Verlagssystem ursprünglich, insbesondere in der Zeit der industriellen Revolution, vor allem in der Textilproduktion große Verbreitung fand. Der Verleger stellte den überwiegend in Heimarbeit schaffenden Arbeitern Geräte und oft auch Rohstoffe zur Verfügung und übernahm für sie die Vermarktung. In der Regel besaß er Ankaufmonopol für produzierte Güter. Durch die Verbreitung des Verlagssystems verloren die Arbeiter ihren früheren Status als unabhängige Marktteilnehmer und wurden zu abhängigen Lohnarbeitern. Ihre breite räumliche Verteilung machte den organisierten Widerstand schwierig und sie gegenüber den Verlegern, insbesondere in den Krisenzeiten, erpressbar und ausbeutbar. Die Weberaufstände waren eine der bekanntesten Reaktionen auf diese wenig rühmliche Praxis. (Quelle: [Art.] Verlagssystem. In: Wikipedia)
Wie dem auch sei: Der Verzicht auf die Dienstleistung eines etablierten Verlags fiel mir nicht schwer.
Wesentlich verlockender waren und sind für mich die Möglichkeiten, die eine Veröffentlichung im Internet heutzutage bietet. Dazu zählt nicht nur der kurze Weg von der Vollendung eines Werks bis zur Publikation, sondern auch die Möglichkeit, eigene Ideen unzensiert zu verbreiten.
Ein weiterer Vorteil hat mit der Sprache zu tun.
Ich verwende aus Überzeugung die Art deutscher Rechtschreibung, die man inzwischen als klassisch oder einfach nur alt bezeichnet. Ihre technische Sprachkennung lautet de-DE-1901 (Quelle: [Art.] Deutsche Rechtschreibung im 20. Jahrhundert. In: Wikipedia). Ob nun alt oder klassisch, wird sie meiner Meinung nach der deutschen Sprache besser gerecht als alle ihre Nachfolgemodelle. Dies sehen die meisten Verlage leider anders.
Einen Nachteil hat die Sache allerdings. Da ich meine Bücher größtenteils kostenlos oder zu einem gerade kostendeckenden Preis vertreibe, kann ich mir leider keinen Lektor und keine professionelle Korrektur leisten. Ich muß dabei auf die Hilfe meiner Familienangehörigen und Freunde zurückgreifen und bin ihnen dafür sehr dankbar. Trotzdem bergen meine Texte noch den einen oder anderen Fehler, wofür ich meine Leser um Nachsehen bitte.
Langer Rede kurzer Sinn: Hier findet Ihr meine Bücher und Klartexte.
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