Über meine Herkunft kann ich leider nur mutmaßen. Ich bin in gewissem Sinne Produkt meiner eigenen Phantasie.

Tintenfaß

Tintenfaß ist ein Eigenverlag. Warum? Nun, ich habe mich gegen einen etablierten Verlag aus den Gründen entschieden, aus welchen viele Autoren sich an einen wenden: Ich wollte, daß mein Buch von möglichst vielen Menschen gelesen wird. Außerdem wollte ich für meine Arbeit bezahlt werden, und sei es nur, um die Kosten zu decken.

Es gab auch einige andere Überlegungen, den Gedanken an einen Verlag zu verwerfen. „Hexer Herb – Eine glänzende Studie“ bezieht sich teilweise auf die interessante Zeit, die wir als Gegenwart empfinden. Bei einer Dauer von ein bis zwei Jahren, mit der man bei einer Veröffentlichung durch den Verlag rechnen muß, erhöht sich das Risiko, daß dieser aktuelle Bezug verlorengeht.

Ein weiterer Grund hat mit der Sprache zu tun. Ich verwende aus Überzeugung die Art deutscher Rechtschreibung, die man inzwischen als klassisch oder einfach nur alt bezeichnet. Ihre technische Sprachkennung lautet de-DE-1901 (Quelle: Wikipedia, Artikel „Deutsche Rechtschreibung im 20. Jahrhundert“). Ob nun alt oder klassisch, wird sie meiner Meinung nach der deutschen Sprache besser gerecht als alle ihre Nachfolgemodelle. Dies sehen die meisten Verlage leider anders.

Der letzte, aber nicht weniger wichtige Grund ist, daß ich das Recht behalten wollte, das Buch im Internet zu veröffentlichen.

Die Zeit, die ich sonst für die Verlagssuche aufwenden müßte, investierte ich in die Erstellung dieser Website. Noch wesentlich mehr Zeit investierte an dieser Stelle mein Ehemann, der in dieser besonderen Phase mich zu seinem aktuellen Kunden machte und dafür seine Kreativität und sein einzigartiges Können einsetzte. Ob diese Entscheidung richtig war, wird sich bald zeigen.

Einen Nachteil hat die Sache allerdings. Leider konnte ich mir keinen Lektor und keine professionelle Korrektur leisten. Ich mußte auf die Hilfe meiner Familienangehörigen und Freunde zurückgreifen und bin ihnen für ihre Hilfe sehr dankbar. Trotzdem birgt der Text immer noch den einen oder anderen Fehler, wofür ich den Leser um Nachsehen bitte.

Langer Rede kurzer Sinn: Hier stelle ich Euch eine ausführliche Leseprobe zur Verfügung. Diese Leseprobe wird in unregelmäßigen Abständen um ein Kapitel erweitert, so daß nach und nach das ganze Buch auf dieser Website veröffentlicht wird.

Natürlich hoffe ich, daß es trotzdem genug Ungeduldige und Liebhaber der Papierform geben wird, die die erste (sehr kleine) Auflage kaufen werden.

Ich hoffe, das Buch gefällt Euch. Bitte schreibt mir Eure Meinung! Ich verspreche alle Kommentare zu veröffentlichen, solange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

Letzte Kommentare

hab das buch am wochenende durchgelesen - bin sehr beeindruckt! wunderbare wort- und bildgewaltige und vor allem aufgrund der überraschenden wendungen fesselnde geschichte ist dir gelungen, für bestes 'kino im kopf'!
Ein geistreiches Buch. Ich habe an vielen Stellen laut gelacht. Globis Ausdrucksweise mit ihrem einmalig trockenen Humor ist einfach herrlich!
Eine schöne Geschichte mit Bezügen zum modernen Geldsystem

Ein paar Zitate

Durch nichts auf der Welt ließe ich mich von dieser Flüssigkeit abbringen, die in sich all die wunderbaren Attribute vereinte, die einen glücklich machen: magisch, dunkel, geheimnisvoll, berauschend...
Thüringer Trolle sind von Natur aus so träge und steif, daß das Wort "bücken" in ihrem Wortschatz fehlt.
Herb lebte in einer dieser herrlichen, nostalgisch anmutenden Jugendstil-Villen am Fuße des Gaisbergs, bei deren Anblick man sich oft fragt, wie es wohl sein mag, darin zu wohnen, und was man verkaufen müßte, um sich das zu leisten...
Das Leben ist ein einziges Geben und Beschissenwerden.
Sie standen da wie eine Menschenschlange vor einer bankrotten Bank, voller Unmut über ihre Lage, unfähig, etwas dagegen zu unternehmen, und noch immer gefangen in unbeirrbarer Hoffnung, daß jemand, der es besser weiß, es zu ihrem Wohl richten wird.
Ich habe mich oft gefragt, welcher Natur die Beziehung meines Volkes zu den Trollen war: Lebten unsere zwei Völker in Symbiose, oder war eins davon ein Parasit?