Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht. - Max Weber
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Klartext

An dieser Stelle erscheinen in unregelmäßigen Abständen meine Artikel. Es ist mir leider nicht möglich, daraus einen richtigen Blog zu machen, deshalb wird es voraussichtlich eine lose Sammlung bleiben.

Ist Open Money realisierbar?

25.05.2012

Die Indoktrination ist schon eine kuriose Sache! Selbst dann, wenn man fest davon überzeugt ist, nicht davon betroffen zu sein, spielt sie einem einen Streich: So tief sitzen die durch die Erziehung und das soziale Umfeld eingepflanzten Inhalte, daß sie, einer unsichtbaren Selbstzensur gleich, uns oft vom Hinterfragen bestimmter Bereiche abhalten, ohne daß es uns bewußt wird.

So fällt zum Beispiel auf, daß die Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Problemen des Finanzsektors sich überwiegend auf der politischen Ebene bewegt, und die Suche nach Lösungen ebenso in den Zuständigkeitsbereich der Politik verschoben wird. Dabei kann ausgerechnet hier das Problem nicht gelöst, sondern bestenfalls in die Zukunft verlagert werden. Weiterlesen

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Statt Schall und Rauch

13.05.2012

Es ist ein gutes Jahr her, als an dieser Stelle ein neuer Beitrag erschien. Der Grund für eine so lange Unterbrechung war nicht etwa meine Untätigkeit, sondern die Erkenntnis, daß Kritik allein nicht ausreicht, um eine Verbesserung der Zustände in einer Gesellschaft zu erreichen.

Daher nahm ich eine Auszeit, um die Realisierung eines Projektes voranzutreiben, das mich bereits seit vielen Jahren beschäftigt. Was dabei herauskam, ist ein Buch, das nun als Arbeits- und Diskussionsgrundlage für ein gemeinschaftlich zu realisierendes Projekt unter einer freien Lizenz zur Verfügung steht. Weiterlesen

Demokratische Entscheidung

03.03.2011

In den alten sowjetischen Geschichtslehrbüchern pflegte man Lenin als professionellen Revolutionär zu bezeichnen. Als ich noch in der Schule zum ersten Mal darüber las, stellte sich mir sofort die Frage: Wer ist bei einem solchen Beruf der Arbeitgeber?

Seit Beginn der Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten drängt sich die Frage nach dem Ursprung einer Revolution wieder verstärkt in den Vordergrund. Die Bewegung in Tunesien erhielt kürzlich die Bezeichnung „Jasmin-Revolution“. Das führt auf direktem Weg zu Assoziationen wie die Rosen-Revolution in Georgien oder die Orangene Revolution in der Ukraine, der Bewegung also, die insgesamt unter dem Begriff "Farbrevolutionen“ bekannt ist. Weiterlesen

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Vom Haben zum Wollen und zurück

10.12.2010

Eine meiner Lieblingsepisoden in der Star Trek Serie „Deep Space Nine“ ist die, in der Ferengi Nog, der unter Kriegsbedingungen Ersatzteile für seinen Chief besorgen soll, die Funktionsweise des Großen Materiellen Kontinuums erklärt: „Es existieren Millionen über Millionen Welten im Universum. Jede einzelne Welt hat zuviel von einer Sache und nicht genug von einer anderen. Und das Große Kontinuum fließt durch sie alle hindurch wie ein gewaltiger Fluß. Vom Haben zum Wollen und wieder zurück. Und wenn wir nun navigieren durch das Kontinuum mir Geschick und Grazie, dann wird unser Schiff mit allem, was wir vom Herzen wünschen, gefüllt sein.“

Nun scheint aber das Große Materielle Kontinuum nicht das Einzige zu sein, das vom Haben zum Wollen fließt. Es gibt da noch das Große Politische Kontinuum, und dieses füllt unser Schiff zuweilen mit Dingen, die zu haben wahrlich kein Vergnügen ist. Versuchen wir mal, einen Blick auf das Ufer zu werfen, an das es sein seltsames Treibgut schwemmt. Weiterlesen

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Wunschkind Inflation

08.10.2010

Ein unvorsichtiger Klick führte mich vor kurzem auf die Internet-Seite der meistgelesenen Zeitung Deutschlands. Der Eindruck ist bis heute unvergessen. Glücklicherweisewar das nur der Wirtschaftsteil. Und trotzdem: „Arbeitsmarkt boomt“, erfuhr ich dort, weil „IFO-Index überraschend gestiegen“ sei. Gleichzeitig sorge „Das neue deutsche Wirtschaftswunder“ für sinkende Arbeitslosigkeit: „Die magische 3-Millionen-Grenze ist so gut wie geknackt!“ „Die Amerikaner feiern die starke deutsche Wirtschaft als 'Powerhouse'“, war außerdem zu lesen, was ein deutsches Herz natürlich höher schlagen läßt. Doch es kam noch schöner: „Der Boom kommt endlich an“, weil die „Löhne explodieren!“ „Die 85 000 Beschäftigten der Stahl-Branche bekommen 3,6 Prozent mehr Lohn. Jetzt fragen sich alle: Kriegen WIR bald auch SO vielmehr?" Und schließlich: Das „Shopping-Wunder sorgt für Umsatzplus im Einzelhandel und belebt die Konjunktur."

Nach dieser verbalen Attacke fühlte ich mich für einen kurzen Augenblick in die Zeiten der dotcom-Blase versetzt. Vermutlich empfanden die Aktienkäufer Ende der 20-er oder die amerikanischen Immobilienbesitzer der subprime-Kategorie um das Jahr 2005 herum ähnlich. Eine Stimmung, die einen umso leichter mitreißen kann, je weniger man mit harten Fakten und kritischem Denken belastet ist. Weiterlesen

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Von Löffeln, Nüssen und Schrauben

22.07.2010

Die meisten Menschen in meinem Bekanntenkreis haben keine Probleme mit der Krise oder damit, daß die Gesellschaft "nicht richtig“ funktioniert. Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die eine solche Feststellung macht. Ein sehr interessantes Argument in diesem Zusammenhang lautet: „Weißt du eigentlich, woher der Ausdruck 'den Löffel abgeben' kommt? Früher hat man, wenn man starb, den Löffel – damals einen wertvollen Gebrauchsgegenstand – zur weiteren Benutzung an den nächsten Verwandten abgegeben. Verglichen damit haben wir heute einen unglaublich hohen Lebensstandard, so hoch wie noch nie!“

Das ist wahr. Haben wir vielleicht tatsächlich keinen Grund, unzufrieden zu sein? Was entscheidet eigentlich darüber, ob eine Gesellschaftsform „gut“ oder „schlecht“ ist? Weiterlesen

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Pyramidenbauer

13.05.2010

Die gegenwärtige wirtschaftspolitische Situation erfüllt mich mit Besorgnis. Hinter dem Geschrei und Panik wegen der angeblich anstehenden Währungsreform laufen fast unbemerkt Prozesse, die eine weit größere Beachtung verdienen. Auf die Gefahr hin, mit dieser Meinung ganz allein zu stehen, möchte ich nun fragen: „Währungsreform? Wozu denn?“ Es geschieht doch alles nach Plan!

Der „Bauplan“ für den aktuellen politischen Prozess ist längst bekannt und veröffentlicht. Wo? Auf dem wohl bekanntesten der Scheine, die noch immer als unsere Leitwährung gelten. Was wir momentan erleben, ist der Bau einer Pyramide, und die aktuelle Bauphase verläuft – wie schon so oft in der Vergangenheit – unter dem Namen „Erweiterung der Basis“. Weiterlesen

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Hinter der Fassade

15.04.2010

Die Entrüstung wegen der vermeintlichen Griechenland-Rettung ist groß. Der Steuerzahler muß wieder zahlen, allen voran der deutsche. Viele sind enttäuscht und wütend, weil die Politiker in ihrem Bemühen, das System zu retten, nicht die Interessen des Volkes vertreten. Das Geld wird viel zu offensichtlich nicht an Bedürftige, Kranke, Alte und Schwache, nicht für Bildung und Forschung, sondern an starke, mächtige, arrogante und zynische Bankster gezahlt. Als ob das etwas Neues wäre.

Diese Handlungsweise der Politiker ist alles andere als neu. Die Finanzkrise macht nur Prozesse sichtbar, die Jahrzehnte lang weniger offensichtlich verliefen und – falls entdeckt – als Entgleisungen oder Fehler deklariert wurden. In Wirklichkeit sind das gar keine Fehler. Dieses System funktioniert eben so, und das hat es schon immer getan. Um das zu sehen, muß man nur den Mut haben, hinter seine blendende Fassade zu schauen. Weiterlesen

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Gesund sein? Ist einfach

12.03.2010

Einige wenig bekannte Aspekte menschlicher Ernährung

Es gibt heute kaum jemanden, der sich nicht zumindest gelegentlich mit der Frage der gesunden Ernährung beschäftigt. Auslöser dafür sind unterschiedlich: Gewichtsprobleme, chronische Krankheiten, unreine Haut, verminderte Arbeitsleistung etc. Doch was ist richtig? Die bekanntesten Ratschläge beschränken sich darauf, die Kalorienzufuhr zu verringern, mehr Gemüse und Obst und vor allem weniger Fett zu essen. Wenn es nur so einfach wäre!

Ohne den Anspruch zu erheben, die ultimative Wahrheit gefunden zu haben, möchte ich einige interessante Ergebnisse meiner Recherchen und langjähriger persönlicher Erfahrung auf diesem Gebiet mit dem Leser teilen. Weiterlesen

Der Weg aus der Krise - Ansatz einer Lösung

28.02.2010

Anfangs wollte ich einen Artikel unter dem Titel „Geld als Machtinstrument“ schreiben. Doch was wäre daran neu? Wer zweifelt heute schon daran, daß Geld gleichzeitig Macht bedeutet?

Es gibt inzwischen sogar Strömungen wie die des Debitismus, die das Geld ausschließlich als Machtinstrument – sprich als Abhängigkeitssystem – betrachten und ihm seine Rolle als Tauschmittel gänzlich absprechen. Ohne im Detail darauf einzugehen, möchte ich nun einen anderen Ansatz verfolgen. Ich möchte versuchen, auf einige Tendenzen der Vergangenheit und der Gegenwart – jenseits der Crash-Szenarien – zu schauen, um die Konturen einer Lösung zu erkennen. Weiterlesen

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Links

Franz Oppenheimer: Der Staat
Weitere ausgewählte Schriften von und über Franz Oppenheimer
DadAWeb - die Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus
Chaos Computer Club

Ein paar Zitate

Die Menschen strömen vom Orte des höheren sozialen und wirtschaftlichen Druckes zum Orte des geringeren sozialen und wirtschaftlichen Druckes auf der Linie des geringsten Widerstandes. - Franz Oppenheimer
Die Weltgeschichte ist nur die Beschreibung der Kämpfe der Einzelnen, um die Menge zu besteuern, und der Kämpfe dieser Menge, der Besteuerung zu entgehen. - Henry Charles Carey
Die Gesetze sind gleichsam Festungen,von den Reichen in Feindesland erbaut, wo nur ihnen Gefahren drohen. - Simon Nicolas Henri Linguet
Leben heißt Anpassung äußerer und innerer Relationen aneinander. - Franz Oppenheimer
Der soziale Prozess ist eine unaufhörliche Entwicklung von Personen durch Institutionen, die vollkommenere Personen entwickelt, die wieder vollkommenere Institutionen entwickeln, und so fort ohne erkennbare Grenze. - Albion W. Small