Über meine Herkunft kann ich leider nur mutmaßen. Ich bin in gewissem Sinne Produkt meiner eigenen Phantasie.

Klartext

Während meiner Arbeit an Fantasy-Geschichten kam mir oft in den Sinn, daß es schön wäre, einmal meine Sichtweise direkt auszusprechen, ohne sie in den Mund meiner Romanfiguren zu legen. Ich habe mich daher entschieden, an dieser Stelle gelegentlich einige Artikel zu veröffentlichen. Es ist mir leider nicht möglich, daraus einen Blog zu machen, deshalb wird es voraussichtlich eine lose Sammlung bleiben.

Von Löffeln, Nüssen und Schrauben

22.07.2010

Die meisten Menschen in meinem Bekanntenkreis haben keine Probleme mit der Krise oder damit, daß die Gesellschaft "nicht richtig“ funktioniert. Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die eine solche Feststellung macht. Ein sehr interessantes Argument in diesem Zusammenhang lautet: „Weißt du eigentlich, woher der Ausdruck 'den Löffel abgeben' kommt? Früher hat man, wenn man starb, den Löffel – damals einen wertvollen Gebrauchsgegenstand – zur weiteren Benutzung an den nächsten Verwandten abgegeben. Verglichen damit haben wir heute einen unglaublich hohen Lebensstandard, so hoch wie noch nie!“

Das ist wahr. Haben wir vielleicht tatsächlich keinen Grund, unzufrieden zu sein? Was entscheidet eigentlich darüber, ob eine Gesellschaftsform „gut“ oder „schlecht“ ist? Weiterlesen

Diesen Artikel im PDF-Format herunterladen (131,4 KB)

Pyramidenbauer

13.05.2010

Die gegenwärtige wirtschaftspolitische Situation erfüllt mich mit Besorgnis. Hinter dem Geschrei und Panik wegen der angeblich anstehenden Währungsreform laufen fast unbemerkt Prozesse, die eine weit größere Beachtung verdienen. Auf die Gefahr hin, mit dieser Meinung ganz allein zu stehen, möchte ich nun fragen: „Währungsreform? Wozu denn?“ Es geschieht doch alles nach Plan!

Der „Bauplan“ für den aktuellen politischen Prozess ist längst bekannt und veröffentlicht. Wo? Auf dem wohl bekanntesten der Scheine, die noch immer als unsere Leitwährung gelten. Was wir momentan erleben, ist der Bau einer Pyramide, und die aktuelle Bauphase verläuft – wie schon so oft in der Vergangenheit – unter dem Namen „Erweiterung der Basis“. Weiterlesen

Diesen Artikel im PDF-Format herunterladen (24,7 KB)

Hinter der Fassade

15.04.2010

Die Entrüstung wegen der vermeintlichen Griechenland-Rettung ist groß. Der Steuerzahler muß wieder zahlen, allen voran der deutsche. Viele sind enttäuscht und wütend, weil die Politiker in ihrem Bemühen, das System zu retten, nicht die Interessen des Volkes vertreten. Das Geld wird viel zu offensichtlich nicht an Bedürftige, Kranke, Alte und Schwache, nicht für Bildung und Forschung, sondern an starke, mächtige, arrogante und zynische Bankster gezahlt. Als ob das etwas Neues wäre.

Diese Handlungsweise der Politiker ist alles andere als neu. Die Finanzkrise macht nur Prozesse sichtbar, die Jahrzehnte lang weniger offensichtlich verliefen und – falls entdeckt – als Entgleisungen oder Fehler deklariert wurden. In Wirklichkeit sind das gar keine Fehler. Dieses System funktioniert eben so, und das hat es schon immer getan. Um das zu sehen, muß man nur den Mut haben, hinter seine blendende Fassade zu schauen. Weiterlesen

Diesen Artikel im PDF-Format herunterladen (368 KB)

Gesund sein? Ist einfach

12.03.2010

Einige wenig bekannte Aspekte menschlicher Ernährung

Es gibt heute kaum jemanden, der sich nicht zumindest gelegentlich mit der Frage der gesunden Ernährung beschäftigt. Auslöser dafür sind unterschiedlich: Gewichtsprobleme, chronische Krankheiten, unreine Haut, verminderte Arbeitsleistung etc. Doch was ist richtig? Die bekanntesten Ratschläge beschränken sich darauf, die Kalorienzufuhr zu verringern, mehr Gemüse und Obst und vor allem weniger Fett zu essen. Wenn es nur so einfach wäre!

Ohne den Anspruch zu erheben, die ultimative Wahrheit gefunden zu haben, möchte ich einige interessante Ergebnisse meiner Recherchen und langjähriger persönlicher Erfahrung auf diesem Gebiet mit dem Leser teilen. Weiterlesen

Der Weg aus der Krise - Ansatz einer Lösung

28.02.2010

Anfangs wollte ich einen Artikel unter dem Titel „Geld als Machtinstrument“ schreiben. Doch was wäre daran neu? Wer zweifelt heute schon daran, daß Geld gleichzeitig Macht bedeutet?

Es gibt inzwischen sogar Strömungen wie die des Debitismus, die das Geld ausschließlich als Machtinstrument – sprich als Abhängigkeitssystem – betrachten und ihm seine Rolle als Tauschmittel gänzlich absprechen. Ohne im Detail darauf einzugehen, möchte ich nun einen anderen Ansatz verfolgen. Ich möchte versuchen, auf einige Tendenzen der Vergangenheit und der Gegenwart – jenseits der Crash-Szenarien – zu schauen, um die Konturen einer Lösung zu erkennen. Weiterlesen

Diesen Artikel im PDF-Format herunterladen (37,8 KB)

Letzte Kommentare

hab das buch am wochenende durchgelesen - bin sehr beeindruckt! wunderbare wort- und bildgewaltige und vor allem aufgrund der überraschenden wendungen fesselnde geschichte ist dir gelungen, für bestes 'kino im kopf'!
Ein geistreiches Buch. Ich habe an vielen Stellen laut gelacht. Globis Ausdrucksweise mit ihrem einmalig trockenen Humor ist einfach herrlich!
Eine schöne Geschichte mit Bezügen zum modernen Geldsystem

Ein paar Zitate

Durch nichts auf der Welt ließe ich mich von dieser Flüssigkeit abbringen, die in sich all die wunderbaren Attribute vereinte, die einen glücklich machen: magisch, dunkel, geheimnisvoll, berauschend...
Thüringer Trolle sind von Natur aus so träge und steif, daß das Wort "bücken" in ihrem Wortschatz fehlt.
Herb lebte in einer dieser herrlichen, nostalgisch anmutenden Jugendstil-Villen am Fuße des Gaisbergs, bei deren Anblick man sich oft fragt, wie es wohl sein mag, darin zu wohnen, und was man verkaufen müßte, um sich das zu leisten...
Das Leben ist ein einziges Geben und Beschissenwerden.
Sie standen da wie eine Menschenschlange vor einer bankrotten Bank, voller Unmut über ihre Lage, unfähig, etwas dagegen zu unternehmen, und noch immer gefangen in unbeirrbarer Hoffnung, daß jemand, der es besser weiß, es zu ihrem Wohl richten wird.
Ich habe mich oft gefragt, welcher Natur die Beziehung meines Volkes zu den Trollen war: Lebten unsere zwei Völker in Symbiose, oder war eins davon ein Parasit?